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Simba Dickie Group berichtet über Geschäftsentwicklung 2021

Umsatzsteigerung trotz Corona-Pandemie und Engpässen bei Logistik und Beschaffung

Das Jahr 2021 stand im Zeichen der Corona-Pandemie und prägt auch 2022 weiterhin intensiv die Situation der Simba Dickie Group. Im Jahr 2021 kam es in diesem Zusammenhang zudem zu einer merklichen Verknappung im Bezugsbereich, insbesondere bei Rohstoffen, Komponenten, Kartonagen sowie bei Fertigwaren und beim Frachtraum aus Fernost. Das führte zu einer nicht unerheblichen Verteuerung beim Warenbezug.

Aufgrund dieser Entwicklung entstanden Engpässe in der Logistik und bei der Warenversorgung im Weihnachtsgeschäft. Umso erfreuter verkündet Manfred Duschl, Geschäftsführer der Simba Dickie Group, zum Jahresauftakt: „Wir konnten im Jahr 2021 trotz dieser Einschränkungen den konsolidierten Gesamtumsatz von 715,0 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 754,1 Mio. Euro um 5,5% steigern.“

Er erläutert: „Aufgrund unterschiedlich ausgeprägter Lockdowns im Jahr 2021 war der Gewinner in dieser Situation ohne Zweifel der E- Commerce weltweit. Der stationäre Handel schnitt dabei unterschiedlich gut ab. Darüber hinaus war 2021 wie bereits im Vorjahr eine Verlagerung von Umsätzen auf Basis FOB von Fernost hin zu nationalen Geschäften feststellbar. Verstärkt wurde diese Entwicklung zweifelsohne noch durch die Verknappung und erhebliche Verteuerung im Bereich der Seefrachten. Die einzelnen Gruppenmitglieder der Simba Dickie Group haben im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleichermaßen im Jahr 2021 zum Umsatzerfolg beigetragen. Bei der Simba-Gruppe mit den Gesellschaften in Fürth und Hongkong sowie den Gesellschaften Zimpli Kids und Corolle belief sich der konsolidierte Gesamtumsatz 2021 auf 126,6 Mio. Euro.“

„Die Dickie-Gruppe mit den Gesellschaften in Fürth und Hongkong sowie den Gesellschaften Tamiya-Carson und Jada konnte einen konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 230,8 Mio. Euro erreichen. Die Smoby-Gruppe einschließlich der Gesellschaft BIG hat zum konsolidierten Gesamtumsatz der Gruppe mit 124,2 Mio. Euro beigetragen. Der konsolidierte Gesamtumsatz der Tochtergesellschaften im Ausland einschließlich der Produktionsgesellschaften, die als Cost- Center ausschließlich für die Gruppe arbeiten sowie der sonstigen Gesellschaften der Gruppe im Inland betrug im Jahr 2021 272,4 Mio. Euro. Zur Vereinheitlichung der Außendarstellung haben wir die Zuordnung der Gesellschaften zu den einzelnen Gruppen im Vergleich zum Vorjahr geändert. Aus diesem Grund sind die im Vorjahr genannten Umsatzergebnisse nicht mehr unmittelbar vergleichbar. Der Beitrag zum  Gesamtumstzerfolg, das heißt die Umsatzsteigerung, lag bei allen
Gruppen gleichermaßen zwischen 5,0% und 6,0%.“

Der internationale Anteil der Simba Dickie Group liegt wie im Vorjahr unverändert bei 75%. Die Hauptexportnationen der Gruppe waren im Jahr 2021 wieder die Länder USA, Frankreich und Italien.

Für 2022 prognostiziert Manfred Duschl: „Es werden aufgrund der genannten erheblichen Preiserhöhungen beim Warenbezug und im Seefrachtbereich Preissteigerungen im Verkauf nicht ausbleiben können. Es bleibt abzuwarten, wie der Markt darauf reagiert. Darüber hinaus wird uns Corona weiter beschäftigen. Trotz dieser unverändert kritischen Situation plant die Simba Dickie Group, den konsolidierten Gesamtumsatz im Jahr 2022 um 5,4% von 754,1 Mio. Euro auf 795,0 Mio. Euro zu steigern.“

Mitarbeiter

Die Simba Dickie Gruppe beschäftigte Ende 2021 weltweit 3.000 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es 2.950 Mitarbeiter. Die Veränderungen zum Vorjahr gehen im Wesentlichen in zwei Richtungen. Aufgrund der Lieferproblematik in Fernost sind in der Majorette Fabrik in Thailand 50 Mitarbeiter weniger beschäftigt gewesen. In der Logistik in Deutschland ist die Mitarbeiteranzahl im Laufe des Jahres um 100 Mitarbeiter erhöht worden.

Ende 2021 waren in der Simba Dickie Group in Deutschland 894 Mitarbeiter im Einsatz. Im Vorjahr waren es 792 Mitarbeiter. Die Mitarbeiteranzahl in den Hongkong Gesellschaften ist mit 194 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr mit 193 Mitarbeitern nahezu unverändert geblieben. Die restlichen 1.912 Mitarbeiter (Vorjahr 1.964 Mitarbeiter) sind für die Simba Dickie Group im Ausland tätig.

Zwischenzeitlich beschäftigt die Simba Dickie Group in den eigenen Produktionsbetrieben im In- und Ausland 1.628 Mitarbeiter. Das sind 54% der Gesamtmitarbeiteranzahl.

Ertrags-/Finanzsituation

„Die zum Teil erheblichen Verteuerungen bei Rohstoffen, Komponenten, Kartonagen, bei Fertigwaren und bei den Seefrachtraten“, so Manfred Duschl, „waren und sind am Markt durch adäquate Preisanpassungen nicht oder zumindest nicht in voller Höhe umsetzbar gewesen und werden auch in Zukunft nicht vollständig umsetzbar sein. Das hat im Jahr 2021 zu einem gewissen Druck auf die Margen geführt. Durch eine umsichtige und vorausschauende Warenbevorratung konnte die Ertragssituation der Gruppe auf einem nach wie vor guten und zufriedenstellenden Niveau gehalten werden. Bei einer in 2022 weiterhin so anhaltenden Situation bleibt das in Zukunft sicherlich eine Herausforderung.“

Die Finanzsituation der Simba Dickie Group sei unverändert zum Vorjahr. Sie sei „gut, solide und sehr stabil.“

Wichtige Investitionen und Veränderungen 2021

Die Simba Dickie Group hat im Jahr 2021 Investitionen in einer Größenordnung von 50,0 Mio. Euro getätigt. Vom Gesamtinvestitionsvolumen entfielen dabei ca. 10,0 Mio. Euro auf Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte und Produktentwicklungen und ca. 7,5 Mio. Euro auf Investitionen in neue Maschinen und maschinelle Einrichtungen in allen Produktionsbetrieben der Simba Dickie Group. In bauliche Erweiterungen im Produktions- und Logistikbereich wurden 2021 ca. 10,0 Mio. Euro investiert.

Der Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen im IT-Bereich betrug mit etwa 2,5 Mio. Euro 5%. Hervorzuheben sind hier die SAP-Anbindungen von Corolle in Frankreich, von Simba Dickie Nordic mit den Ländern Norwegen und Schweden sowie der Beginn der SAP-Implementierung von Smoby Toys in Frankreich und Simba Toys Spanien.

Die Simba Dickie Group hat sich darüber hinaus im Jahr 2021 mit 49,0% an der Spark Group beteiligt. Bei der Spark Group, deren Muttergesellschaft unter Minimax firmiert, handelt es sich um einen namhaften Hersteller und Distributeur im Modellfahrzeugbereich mit zwei Fabriken in China, einer im Aufbau befindlichen Produktionsstätte in Madagaskar und eigenen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Frankreich, UK und Japan. Die Simba Dickie Group wird in dieses Joint Venture die Marke und Produktlinie Schuco einbringen, mit dem Ziel, gemeinsam für diesen Produktbereich noch mehr Gewicht in diesem Marktsegment zu bekommen.

Das Logistikzentrum der Simba Dickie Group in Sonneberg in Thüringen wurde 2021 fertiggestellt. Ein vollautomatisches Hochregallager bietet zusätzliche 13.200 Palettenplätze. Die Kapazitäten des automatischen Kleinteilelagers haben sich verdreifacht. Seit Juli 2021 wickelt die Simba Dickie Group dort auch die komplette Logistik von Märklin ab.

Geplante Investitionen und Maßnahmen 2022

Ein Schwerpunkt der geplanten Investitionen für 2022 liegt in einer baulichen Erweiterung am Logistikstandort der Gruppe in Sonneberg, Thüringen. Ca. 5.000m² Fläche für die Warenbereitstellung wird ein weiteres Lagergebäude bieten. Eine konsequente Fortsetzung der Investitionen im Maschinenpark an allen Produktions- und Logistikstandorten der Gruppe ist weiterhin geplant. Der Fokus bei diesen Investitionen liegt darauf, durch Rationalisierungen zumindest zum Teil notwendige Preissteigerungen im Verkauf auffangen zu können. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt im IT-Bereich auf der Implementierung von SAP in der Gesellschaft Smoby Toys SAS in Frankreich.

Das für 2022 angesetzte Investitionsvolumen beläuft sich auf 40,0 bis 50,0 Mio. Euro. Davon entfällt zirka die Hälfte auf Deutschland.