Spielelabor

Wie aus Alltagsgegenständen Spielsachen werden

Alltagstaugliche Dinge mit spielerischem Touch

Manche Unternehmen haben erkannt, dass Alltagsgegenstände für Kinder und Erwachsene interessanter werden, wenn sie über irgendein spielerisches Feature verfügen. So hat beispielsweise H&M Kinderkleidung entworfen, mit der man sich in einen Superhelden verwandeln kann, Dinosaurier auf dem Ärmel hat oder gleich mit Dinofüßen glänzen kann. 

Ein weiteres Beispiel für diesen Trend ist Bygglek, eine Aufbewahrungsbox, die von Lego und IKEA entworfen wurde und viel Stauraum für Legosteine bietet. Außerdem kann das Produkt auch als Spielunterlage genutzt werden.

Bygglek, Ikea
Multifunktionales Wandpanel Micussori von Micuna
Multifunktionales Wandpanel Micussori von Micuna

Im Home-Dekobereich gibt es mittlerweile viele Angebote mit Spielfeatures wie z.B. Teppiche (Round the Town Road Rug & Car Set von Melissa & Doug), Uhren (Uhrenpuzzles von Clementoni) oder Tierköpfe zum Aufhängen (Home Löwe von Playmais). Die Micussori-Linie des spanischen Herstellers Micuna ist von den Montessori-Prinzipien inspiriert und hat mehrere multifunktionale Produkte im Portfolio. So gibt es beispielsweise ein Wandpanel, das einerseits als Bettkopfteil, aber auch als Tafel und Rückwand für Schreibtische genutzt werden kann.

Auch für die Küche gibt es jede Menge spielerischer Innovationen. Unterteilte Teller mit eingebauter Rennstecke animieren Kinder, ihren Teller auch wirklich leer zu essen, weil man nur so gewinnen kann (Dinner Winner - Dino Time von Fred), und das Salatbesteck mit Griffen in Form von Figuren (Salatbesteck von Pylones) oder auch Trinkgefäße, mit denen sich unterschiedliche Figuren bauen lassen (Twisty™ Mix & Match Characters Bite Proof Sippy Cup von Munchkin) kommen sicherlich nicht nur bei Kindern gut an.

Aufnahme der Markenidentität in andere Produkte

Produkte lassen sich auch spielerisch aufwerten, indem man das Erscheinungsbild einer Spielzeugmarke in Alltagsgegenstände integriert. So geschehen bei der zuckersüßen Candy Land Schuhkollektion von Reebok, die in Zusammenarbeit mit Hasbro entstanden ist. Schauen Sie sich mal die Werbespots an, dann werden Sie sehen, wie viel Spaß diese Produkte machen.

Adidas hat sich mit Lego zusammengetan und eine eigene Lego-Bekleidungs- und Schuhkollektion auf den Markt gebracht. Andererseits hat sich der dänische Spielzeuggigant auch mit Levi’s zusammengetan und verschiedene Kleidungsstücke entworfen, die sich mithilfe einer aufgenähten flexiblen Bauplatte und Mosaiksteinen (Lego Dots) personalisieren lassen.

Natürlich sind diese Big Player auch so im Markt gut vertreten, aber durch diese Kooperationen erhöhen sie die Sichtbarkeit ihrer Marke und sprechen gleichzeitig eine größere Zielgruppe an.
 

Lego-Kollektion von Adidas

Branchenübergreifende Zusammenarbeit

Die Grenzen zwischen Spielwaren und Alltagsgegenständen verschwimmen immer mehr. Infolge der Corona-Pandemie suchen die Menschen auch im Alltag verstärkt nach Dingen, die Spaß machen und unterhalten. Das bietet der Spielwarenindustrie gute Chancen, sich mit Unternehmen aus anderen Branchen zusammenzutun und so einerseits neue Produkte auf den Markt zu bringen und anderseits den Bekanntheitsgrad ihrer Marke zu steigern. Hersteller sollten sich daher Gedanken darüber machen, wie sie ihr Wissen rund um den Spielwarenmarkt auf andere Bereiche übertragen und so mehr Spielfreude in das Leben von Kindern und Erwachsenen bringen können.

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