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Altmaier im Austausch mit Spitzenrepräsentanten der Wirtschaft

DVSI äußert Sorgen der Spielwarenindustrie

Wirtschaftsminister Peter Altmaier lud mehr als 40 Vertreter von führenden deutschen Verbänden, darunter erneut den Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI), zum heutigen vierten digitalen Wirtschaftsgipfel, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Die schleppenden Finanzhilfen und eine fehlende Öffnungsperspektive waren quer über alle Branchen hinweg die zentralen Themen des 4. Wirtschaftsgipfels.

DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil betonte gegenüber dem Minister, dass die guten Marktzahlen der Spielwarenbranche nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass die Situation im stationären Fachhandel als dem wichtigsten Absatzkanal für Spielwarenhersteller dramatisch ist. „Der DVSI betrachtet diese Entwicklung mit großer Sorge, weil sie unmittelbare Auswirkungen auf viele Hersteller haben könnte.“

„Gemeinsames Ziel war es, den Betroffenen zu helfen“, eröffnete Wirtschaftsminister Peter Altmaier die anschließende Pressekonferenz nach dem Gipfel. Ulrich Brobeil beurteilt die Videokonferenz als durchaus konstruktiv, obwohl Kritik und Unmut über die Verschärfung des Lockdowns sowie einen fehlenden Fahrplan für den Einstieg in den Ausstieg den vierten digitalen Wirtschaftsgipfel prägten. Altmaier zeigte gegenüber den Spitzenverbänden Verständnis, dass sich die Wirtschaft nach einer klaren Öffnungsperspektive sehne, aber es derzeit vor allem darum ginge, eine dritte Welle der Pandemie zu vermeiden, wie man sie aktuell in anderen Ländern beobachtet.

„Die Wirtschaft kann nicht florieren“, so der Minister, „wenn wir eine dritte Welle von Infektionen bekommen.“ Das Gros der Verbände übte Kritik an den versprochenen Hilfen, die nicht so fließen, dass sie tatsächlich auch helfen können. Altmaier räumte Verbesserungsbedarf ein und verwies gleichzeitig darauf, dass bereits 38 Mrd. € an Krediten ausgezahlt worden seien, die Freischaltung der Antragsportale für die Überbrückungshilfe 3 und Soloselbstständige sowie der Wegfall der Umsatzgrenze als weitere wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht worden sind.

Vorrangiges Ziel bleibt die Entwicklung einer Öffnungsperspektive. Darin waren sich alle Spitzenverbände einig. Der Inzidenzwert dürfe dabei nicht als alleiniger Parameter für politischen Entscheidungen dienen, weil die Wirtschaft gezeigt habe, dass sie mit intelligenten Hygienekonzepten die Situation meistern kann. Minister Altmaier appellierte an die Wirtschaftsvertreter, ihm innerhalb der nächsten Tage konkrete Vorschläge zu unterbreiten, mit denen er in die nächste Bund-Länderberatung am 3. März 2021 gehen kann. Der DVSI will dem Wirtschaftsministerium die Wünsche der Spielwarenbranche kurzfristig liefern.

Quelle: DVSI