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Amazon wehrt sich gegen Rekordstrafe wegen DSGVO-Verstößen

Amazon hat die bisher höchste Geldstrafe wegen Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhalten: Die luxemburgische Datenschutzkommission CNPD hatte den US-Konzern mit einer Rekordstrafe in Höhe von 746 Millionen Euro belegt. Zudem wurde Amazon auferlegt, einige Geschäftspraktiken zu ändern – um welche es sich handelt, wurde aber nicht offengelegt.

Amazon wehrt sich nun gegen die Geldstrafe, berichtet Bloomberg. Der Konzern habe am Freitag beim luxemburgischen Verwaltungsgericht Berufung eingelegt, heißt es. Amazon äußerte sich nicht zu der Berufung, verwies Bloomberg gegenüber aber auf ein früheres Statement, in dem es hieß, dass „es kein Datenleck gab und keine Kundendaten einer dritten Partei zugänglich gemacht wurden“.

Die luxemburgische Datenschutzbehörde hatte die Strafe gegen Amazon auf Grundlage einer Beschwerde der französischen Datenschutzgruppe La Quadrature du Net verhängt. Der Konzern verstoße mit seiner Verarbeitung von personenbezogenen Daten gegen die DSGVO, so die Datenschützer. Amazon widerspricht dieser Entscheidung deutlich: Der Konzern sammele Kundendaten, um das Einkaufserlebnis zu verbessern und habe selbst strenge Richtlinien, wie mit den Daten verfahren werden kann. Kritiker haben dagegen Bedenken geäußert, dass Amazon mit den gewonnenen Daten einen unfairen Vorteil auf seinem Marketplace erhält.

Quelle: onlinehaendler-news.de