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Deutlicher Sprung bei Anzahl von Games-Unternehmen in Deutschland

  • Anzahl von Games-Unternehmen wächst innerhalb eines Jahres um 20 Prozent auf 749
  • Zahl der Mitarbeitenden bei Entwicklern und Publishern steigt um 8 Prozent

Am Games-Standort Deutschland herrscht Aufbruchsstimmung – das legt zumindest der deutliche Sprung bei der Anzahl von Games-Unternehmen nahe. So gab es abermals einen kräftigen Anstieg von Unternehmen, die Computer- und Videospiele entwickeln und publishen. Innerhalb eines Jahres stieg deren Anzahl um 20 Prozent auf insgesamt 749 Unternehmen. Das gab heute der game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis der Daten von gamesmap.de bekannt.

Den größten Anteil daran haben Spiele-Entwickler, von denen es aktuell 314 in Deutschland gibt. Weitere 403 Unternehmen in Deutschland sind sowohl in der Entwicklung als auch im Publishing tätig. Hinzu kommen die 32 Unternehmen, die sich ausschließlich auf das Publishen von Spielen konzentrieren – also deren Entwicklung finanzieren und sich um die Vermarktung kümmern.

Dass es sich bei den meisten Neugründungen um Kleinst- und Kleinunternehmen handelt, zeigt ein Blick auf die Anzahl der Beschäftigten von Entwicklern und Publishern. Denn diese ist zwar ebenfalls gewachsen, aber deutlich langsamer als die Anzahl der Unternehmen. So sind 2021 insgesamt 10.906 Menschen in der Entwicklung und Vermarktung von Computer- und Videospielen beschäftigt. Damit ist deren Anzahl innerhalb eines Jahres um 8 Prozent gestiegen.

Hier zeigen sich auch die positiven Auswirkungen der Gründungswelle. Denn noch im Vorjahr gab es einen Rückgang von Beschäftigten in diesem Arbeitsbereich. Weniger positiv hat sich die Situation der Beschäftigten im erweiterten Arbeitsmarkt entwickelt. War deren Anzahl vor einem Jahr noch um 5 Prozent gewachsen, gibt es nun einen deutlichen Rückgang. Zu diesem erweiterten Arbeitsmarkt der Games-Branche zählen unter anderem Beschäftigte bei Dienstleistern, im Handel, bei Bildungseinrichtungen, Medien und im öffentlichen Sektor. Damit sind hier Sektoren enthalten, die zumindest teilweise wirtschaftlich unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden hatten und auch solche, die angesichts des Wandels von Geschäftsmodellen der Games-Branche unter Druck geraten. Der Rückgang um 11 Prozent auf 16.115 Beschäftigte fällt dementsprechend hoch aus. Damit sichert die Games-Branche in Deutschland insgesamt rund 27.000 Arbeitsplätze.

Der Games-Standort Deutschland blickt zunehmend optimistisch in die Zukunft. Grund dafür ist nicht nur die gestartete bundesweite Games-Förderung, sondern auch das weitere politische Engagement für die Games-Branche beispielsweise in den Bundesländern. Erstmals können damit für Games-Unternehmen in Deutschland konkurrenzfähige Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich entstehen“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk.