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Harte Strafen bei Verstößen gegen das Lieferkettengesetz

Einzelheiten zum Entwurf

Nach monatelangem Ringen auf politischer Ebene wurde Mitte Februar ein Entwurf zum Lieferkettengesetz auf den Weg gebracht, welcher Firmen dazu verpflichtet, Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden in ihrer eigenen Lieferkette zu verhindern. Dieser Entwurf wurde allerdings vom Wirtschaftsministerium wegen fehlender Absprachen gestoppt. Nun wurde erneut ein Entwurf veröffentlicht, der nun auch konkrete Strafen bei Verstößen vorsieht.

Zwei Prozent des Jahresumsatzes

Verstößt ein Unternehmen gegen das Lieferkettengesetz, muss es mit satten Strafen rechnen. Je nach Schwere des begangenen Verstoßes können 800.000, 500.000 und 100.000 Euro als Bußgeld verhängt werden, berichtet der Spiegel.

Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 400 Millionen Euro gibt es außerdem eine abweichende Regel: Hier können als Bußgeld bis zu zwei Prozent des weltweit jährlichen Konzernumsatzes verhängt werden. Im schlimmsten Fall müssen solche Unternehmen also mit einer Strafe von acht Millionen Euro rechnen.

Übersteigt ein verhängtes Bußgeld 175.000 Euro können Unternehmen zudem von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.

Quelle: onlinehaendler-news.de