Branchennews

HDE: „Nachhaltig handeln mit Verantwortung“

Der HDE ist überzeugt: „Der Handel trägt Verantwortung“. Als Versorger könnten Handelsbetriebe einen Beitrag dazu leisten, nachhaltigen Konsum jedem Einzelnen in der Gesellschaft zu ermöglichen. Händlerinnen und Händler stünden an der Schnittstelle zum Verbraucher. Mit verantwortungsvollen Sortimenten und Anreizen für nachhaltiges Einkaufen könnten sie Menschen aller Einkommensgruppen erreichen und Nachhaltigkeit zugänglich machen.

Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sind laut HDE die Basis für verantwortungsvolles Wirtschaften. Daher engagiere sich der Handel im Klimaschutz, setze sich für Klimaneutralität in Logistik und Mobilität ein, fördere nachhaltige Geschäftspraktiken und den Einsatz recycelbarer Verpackungen. Aufgabe des künftigen Bundestages sei es, für regulatorische Sicherheit zu sorgen und die Rahmenbedingungen für einen freien Wettbewerb sowie Investitionen in nachhaltiges Handeln zu schaffen.

Hierfür brauche es weniger bürokratische Hürden für nachhaltige Ladenkonzepte, etwa bei der Nutzung von klimaschonenden Technologien wie Photovoltaikanlagen und Ladesäulen. Dass selbst erzeugter Strom von derselben juristischen Person auch verbraucht werden muss, sei ein Hemmnis für den Ausbau erneuerbarer Energien. Würde diese Personenidentität abgeschafft, könnten Handelsbetriebe ihren grünen Strom etwa auch einer Bäckerei im Store direkt zur Verfügung stellen. Notwendig sei eine Reform des Steuer-, Abgaben- und Umlagesystems auf Strom, um Investitionen in Nachhaltigkeit nicht an komplexer Bürokratie scheitern zu lassen.

Der Countdown zur Bundestagswahl läuft. In den nächsten Wochen und Monaten bis zum 26. September stellt der HDE daher die Handlungsfelder vor, auf denen sich die Zukunftsfähigkeit des Einzelhandels entscheiden soll. Unter dem Motto „Zeit zum Handeln!“ stehen der Neustart nach der Krise, Nachhaltigkeit, Innenstädte, Digitalisierung, freier Wettbewerb und Beschäftigung im Fokus. In dieser Reihe gibt der HDE jeden Mittwoch einen Einblick in Erwartungen, Forderungen und Positionen des Einzelhandels.

Mit Blick auf globale Lieferketten sollte ein europäischer Rechtsrahmen unternehmerische Sorgfaltspflichten regeln. Er würde Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Binnenmarkt verhindern, sei daher gegenüber nationalen Lösungen zu präferieren. Wichtig sei, dass entsprechende Regelungen die Komplexität von Lieferketten im Handel berücksichtigen und keine unrealistischen Forderungen an Unternehmen stellen. Das Ziel müsse die Festlegung umsetzbarer unternehmerischer Sorgfaltspflichten sein. Nur ein internationales und praxisnah gestaltetes Regelwerk könne allen Akteuren in den globalen Lieferketten zugutekommen und eine Wirkung in Produktionsländern erzielen.