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ifo Institut: Vier Werkzeuge der NoCovid-Gruppe sollen weitere Lockdowns verhindern

Mit vier neuen Werkzeugen will die NoCovid-Forschergruppe den Ausnahmezustand in Deutschland beenden: mit dem Ausweisen grüner Zonen mit niedriger Inzidenz, mit der Umsetzung dieser Zonen europaweit, dem Beschleunigen der Kette aus Testen, Nachverfolgen und Isolieren und dem örtlichen Management von Ausbrüchen. „Der Ansatz der NoCovid-Strategie ist, die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und demokratischen Verluste und Folgeschäden der globalen Pandemie so gering wie möglich zu halten“,  sagt Clemens Fuest, ifo-Präsident und Mitunterzeichner der Studie.

Die vier Werkzeuge greifen ineinander und sollen ergänzend zum Impfen, den Hygieneregeln und anderen Mitteln des Infektionsschutzes wirken: Sie sollen den derzeitigen Trend fallender Neuinfektionen unterstützen und absichern, einen erneuten Anstieg der Ansteckungen verhindern und so umfassende und nachhaltige Lockerungen in allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglichen.

„Die derzeitige, in jeglicher Hinsicht kaum tragbare Ausnahmesituation sollte beendet, die im Grundgesetz garantierten Grundrechte dauerhaft und vollständig wiederhergestellt werden – so schnell wie möglich“, erläutert Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen und ebenfalls Unterzeichner der Studie. Die NoCovid-Strategie ist eine Abkehr von der bisher verfolgten Eindämmungsstrategie „mit dem Virus leben”. Die Gruppe schlägt Ideen und Ansätze vor, um das Virus aktiv und örtlich so weit wie möglich zu eliminieren, um nachhaltig niedrigere Ansteckungen zu erreichen  – im Idealfall null.

Die NoCovid-Initiative besteht aus 14 Experteninnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlen aus unterschiedlichen Disziplinen und Unterstützerinnen und Unterstützern aus diversen Sektoren.