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ifo: Kinderbonus verringerte Ungleichheit und Armut in Deutschland

Die Armutsrisikoquote in Deutschland ist durch den Kinderbonus um etwa 0,4 Prozentpunkte gesunken, die Kinderarmutsrisikoquote sank um 1,5 Prozentpunkte, wie aus Berechnungen des ifo Instituts hervorgeht. „Bei Alleinerziehenden erhöhte sich das Einkommen um 434,40 Euro oder 1,44 Prozent. Bei Paaren mit Kindern waren es im Durchschnitt 414,11 Euro oder 0,75 Prozent“, sagt der Ko-Autor der Studie, Martin Mosler.

Insgesamt hat der Corona-Kinderbonus von 300 Euro pro Kind im vergangenen Jahr das verfügbare Einkommen aller deutschen Haushalte um durchschnittlich 89,73 Euro erhöht. Das sind 0,24 Prozent. Bei der Gruppe der einkommensschwächsten Haushalte erhöhte der Bonus das verfügbare Einkommen um 1,21 Prozent oder 156,55 Euro. In der Einkommensgruppe mit den zweitniedrigsten 10 Prozent stieg das Einkommen um 0,86 Prozent oder 178,27 Euro. Danach sanken der absolute und der relative Zuwachs der Einkommen mit jeder nächsthöheren Einkommensklasse. In der Gruppe der einkommensstärksten 10 Prozent aller deutschen Haushalte brachte der Kinderbonus nur noch 0,01 Prozent oder 11,11 Euro.

Der Kinderbonus war Teil des Corona- Konjunkturpakets der Bundesregierung und betraf etwa 18 Millionen Kinder und deren Familien. Die Auszahlung durch die Familienkasse erfolgte 2020 automatisch und ohne zusätzlichen Antrag. Ziel war es, Familien, die durch die Corona-bedingten Schul- und Kita-Schließungen besonders belastet wurden, finanziell zu unterstützen.