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KfW-Studie: Mittelständler leiden stark unter dem zweiten Shutdown

Seit November letzten Jahres läuft der Shutdown bereits. Der Mittelstand in Deutschland kommt einer aktuellen Studie der staatlichen Förderbank KfW zwar etwas besser durch diese Zeit als im Frühjahr 2020, trotzdem ist die Belastung offenbar enorm. Vor allem die sinkende Nachfrage und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen setzen den mittelständischen Unternehmen zu.

Rund 2,6 Millionen, also 68 Prozent der Mittelständler, kämpfen aktuell mit den Folgen des Shutdowns, berichtet der Spiegel. Das seien zwar etwa 220.000 Unternehmen mehr als im Herbst letzten Jahres, aber deutlich weniger als zu Beginn der Coronakrise im Frühjahr. Damals fühlten sich 80 Prozent der KMU betroffen.

Vor allem der Groß- und Einzelhandel sowie die Gastronomie spüren ähnlich starke Auswirkungen wie bei den Beschränkungen im Frühjahr 2020. Diese Bereiche waren frühzeitig von Schließungen betroffen. Die KfW schätze die Gefahr einer Überschuldung aber trotzdem „in der Breite des Mittelstands“ als überschaubar ein. Die wirtschaftliche Erholung im vergangenen Sommer habe geholfen, Liquiditätsreserven wieder aufzufüllen. Zudem trügen die staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Stabilisierung bei.

Doch gerade bei den staatlichen Hilfen kommt es zu Verzögerungen bei der Auszahlung. Das hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dazu veranlasst, sich bei den betroffenen Unternehmen zu entschuldigen. Altmaier entschuldige sich „dass es so lange dauert“, fügte aber auch hinzu, dass es keine Möglichkeit zur Beschleunigung der Coronahilfen gegeben habe.