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Marketing kleiner Händler erreicht die Kunden kaum

Bei vielen größeren Online-Händlern führte die Corona-Pandemie zu einer positiven Geschäftsentwicklung. Doch insbesondere kleinere Händler, vor allem, wenn sie neben dem Online-Handel ein stationäres Geschäft betreiben, profitierten oftmals nicht, wie etwa der Händlerbund in einer aktuellen Corona-Studie ermittelte.

Diesen Trend bestätigt auch eine Untersuchung zum Konsumverhalten von Verbrauchern: So finden es 41 Prozent der Deutschen wichtig, kleine und lokale Händler in der Krise besonders zu unterstützen. Doch zwischen dieser Hilfsbereitschaft und den tatsächlichen Taten klafft eine Lücke, denn eingekauft wird bei den Großen, so die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag der Bild- und Videoplattform iStock. Im Zeitraum vom 9. bis zum 18. November 2020 wurden insgesamt 5.227 Personen aus Deutschland (2.158), Großbritannien (2.062) und Frankreich (1.007) befragt.

Die Hälfte aller, die bei einem kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) geshoppt haben, tat dies in dem Bewusstsein, dies zu unterstützen. Doch unterm Strich habe insgesamt nur ein Fünftel der Befragten das eigene Kaufverhalten an den Wunsch, kleinere Firmen zu fördern, auch tatsächlich angepasst. In der Generation 55+ war dies noch am häufigsten der Fall: 58 Prozent dieser Gruppe erwarb Artikel bewusst bei kleinen Händlern. Ein Drittel der Verbraucher nutzte stattdessen jedoch noch häufiger Amazon und andere große Online-Plattformen für den Einkauf. 70 Prozent gaben an, dass sie dies vor allem aus Bequemlichkeit tun.

Ein weiterer Grund für weniger Käufe bei kleineren Online-Shops sei auch, dass deren Marketing nicht wirksam genug sei: 85 Prozent der Deutschen würden sich derzeit nicht persönlich dadurch angesprochen fühlen.

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