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NOCH wird Mitglied bei der Nürnberger Fair Toys Organisation

Die im vergangenen Jahr in Nürnberg gegründete Multistakeholder-Initiative, die Fair Toys Organisation (FTO), will neue Maßstäbe hinsichtlich der menschen- und umweltverträglichen Produktion von Spielwaren entlang der gesamten Supply Chain setzen. Mittelfristiges Ziel der FTO, die sich paritätisch aus Spielwarenherstellern, Spielwarenhändler, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bündnissen sowie Gewerkschaften zusammensetzt, ist die Einführung eines Siegels, das die Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten wie die Arbeit des gesamten Unternehmens bewertet, nicht nur einzelner Produkte. Jetzt ist der Spezialist für den Modell-Landschaftsbau, das Wangener Unternehmen NOCH GmbH & Co. KG, der Initiative beigetreten.  

Ende Juni hat der Bundesrat das neue Lieferkettengesetz beschlossen, das für die Einhaltung der Menschenrechte innerhalb der gesamten Lieferketten sorgen soll, ein Zeichen gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung setzen will und Unternehmen stärker in die Verantwortung nimmt. Das „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“, so der eigentliche Name des Gesetzes, will zudem Wettbewerbsnachteile für Unternehmen verringern, die bereits in der Vergangenheit verantwortungsbewusst gehandelt haben.

Für den Geschäftsführenden Gesellschafter von Noch, Rainer Noch, ist der Beitritt zur FTO nur folgerichtig. Das Unternehmen produziert seit 2009 auch im eigenen Werk in Ho Chi Minh City. „Die Themen Kinderarbeit, Ausbeutung, Diskriminierung oder fehlende Arbeitsrechte tauchen seit Jahren immer wieder in den Schlagzeilen auf“, so Rainer Noch. „Auf der anderen Seite richten immer mehr Verbraucher ihre Kaufentscheidungen nach ihren Werten und Meinungen aus, aber auch unsere großen Kunden erwarten von uns ein entsprechendes gesellschaftliches Engagement. Die Teilnahme an der FTO heißt für uns, dass wir uns mit Hilfe einer unabhängigen Initiative für das neue Lieferkettengesetz fit machen können und gleichzeitig für maximale Transparenz und Glaubwürdigkeit sorgen.“

Rainer Noch begrüßt vor allem den „überparteilichen“ oder interdisziplinären Ansatz der Initiative, die ausdrücklich auch die Sicht von Unternehmen berücksichtigt. DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, der als Interessenvertreter der deutschen Spielwarenbranche bei der Ausarbeitung des Programms und der Statuten von Anfang an dabei war, zeigt sich überzeugt, dass weitere Spielwarenhersteller dem Beispiel von Noch folgen werden. „Ich glaube“, sagt Ulrich Brobeil, „die Mitgliedschaft in der FTO ist wichtiger Beitrag der Selbstverpflichtung, um unserer Verantwortung als Spielwarenbranche gerecht zu werden“.

Quelle: Deutscher Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)