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SCHEER veröffentlicht vorläufige Einschätzung zu Titandioxid in Spielwaren

Am 5. Mai 2022 hat SCHEER (das wissenschaftliche Komitee für Gesundheit, Umwelt und neu auftretende Risiken der EU-Kommission) seine lange erwartete vorläufige Stellungnahme zur Sicherheit von Titandioxid in Spielwaren angenommen.

Titandioxid hat als Weißpigment ein weites Einsatzgebiet, daher werden weltweit pro Jahr vier bis fünf Millionen Tonnen produziert. Die Haupteinsatzgebiete liegen im Bereich der Beschichtungen wie Lacke und Anstriche, gefolgt von Kunststoffeinfärbungen und Laminatpapieren. Farbige Produkte enthalten in der Regel auch Weißpigmente, um ein hohes Deckvermögen zu erreichen.

Das Dokument wurde hier veröffentlicht und im Rahmen einer öffentlichen Konsultation zur Kommentierung gestellt. Die Kommentierungsfrist begann am 3. Juni und endet am 4. Juli 2022 um 23:45 CEST.

Alle interessierten Parteien sind eingeladen, Kommentare, Vorschläge und Erklärungen, aber auch weitere wissenschaftliche Erkenntnisse in schriftlicher Form einzureichen. Die Konsultation ist über diese Webseite zu erreichen. Über diesen Link kannn man direkt teilnehmen.

Die sichere Verwendung von Titandioxid für viele Anwendungen in Spielwaren sei gegeben, es wurden aber auch einige Bedenken bei Produkten wie Kreiden, Gieß-Sets und Pulver-Farben hinsichtlich Risiken durch Inhalation von staubförmigen Anteilen geäußert.

Weitere Risiken durch die orale Aufnahme Titandioxid-haltiger Produkte, wie Fingermalfarben, weiße Farbstifte oder Lippenstifte (für Kinder) könnten nach Aussage von SCHEER nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: Deutscher Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)