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Shopping „nach Corona“

Konsumentenpanel zeigt nachhaltige Veränderungen des Einkaufsverhalten auf

Die Management-Beratung Horn & Company hat im Rahmen des regelmäßigen, repräsentativen Consumer Panels mehr als 1.000 Kundinnen und Kunden zum aktuellen und zukünftigen Einkaufsverhalten befragt. Untersucht wurde, wie sich das Einkaufsverhalten seit dem ersten Lockdown verändert hat und ob die Verhaltensänderungen als nachhaltig angesehen werden können.

Die Kern-Ergebnisse:

Ein Drittel der befragten Kundinnen und Kunden plant, ihr durch die Corona-Krise geändertes Einkaufsverhalten auch nach der Pandemie beizubehalten - unabhängig vom Handelssegment

Convenience (als Verbindung aus Zeitersparnis und Bequemlichkeit) gewinnt für den Konsumenten bei der Kanal-/Einkaufsstätten-Wahl deutlich an Bedeutung - der absolute Preise hingegen wird nicht länger als Kern-Kriterium angesehen.

Für die Artikel des täglichen Bedarfs hat sich der Trend nach weniger Einkaufs-vorgängen, geringer Anzahl an verschiedenen Einkaufsstätten/Händlern und der daraus resultierende höhere Durchschnitts-Bon verfestigt  

Die Studie ermöglicht eine detaillierte Branchensicht - inklusive der deutlichen Verschiebung der konsumentenseitigen Nachfrage durch die Auswirkungen der Geschäftsschließungen. Die Kunden entwickeln eine alternative „Shopping-Strategie“ - insbesondere bei Möbeln und DIY.

Durch die Frage, welche Händler als besonders anpassungsfähig (Hygiene-Konzept, Sortimente, Omni-Channel-Kompetenz, Services) gelten, konnten segmentspezifische „Corona-Champions“ identifiziert werden. Unter den Omni-Channel-Anbietern sind dies Deichmann (Branchensegment Bekleidung), Thalia (Bücher) und Decathlon (Sport/Freizeit); unter sämtlichen Händlern gingen Zalando (Bekleidung), Amazon (Bücher), DM (Drogerie), Media Markt (Elektronik), REWE (Lebensmittel), IKEA (Möbel) sowie Amazon (Sport/Freizeit) als „Corona-Champions“ hervor.

Erfolgreiche Omni-Channel-Konzepte werden vom Kunden honoriert. Thalia und Decathlon als „Corona-Champions“ in ihren Fachhandelssegmenten zeigen, dass Kundeninnen und Kunden auf einen erfolgreichen Channel-Mix reagieren.

„Die Konsumenten werden nicht wegen des Preises zurück in die Filiale finden - Beratung, Service und das Einkaufserlebnis werden die Treiber für das stationäre Geschäft bilden. Das Thema 'Plattform' gewinnt in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung, auf das sich Einzelhändler einstellen, beziehungsweise ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln müssen“, so Kai-Michael Schaper, Geschäftsführender Partner von Horn & Company, der die Studie federführend betreute.

Über die Studie:

Zeitraum der Befragung: Februar 2021, 1053 Befragte als repräsentativer Durchschnitt, in Zusammenarbeit mit Innofact