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Spieleautorinnen und -autoren fordern definierte Mitsprache bei der Bearbeitung ihrer Werke durch Verlage

2020 veröffentlichte die Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ) einen Muster-Lizenzvertrag als Orientierung für vertragliche Vereinbarungen zwischen Spielautorinnen und -autoren und Verlagen. Insbesondere zu Punkt 4.1, der die Mitsprache von Spieleautorinnen und -autoren bei der Bearbeitung ihrer Werke durch die Verlage regelt, gab es offenbar heftige Diskussionen bei den Verlagen sowie den daraus resultierenden Wunsch, den Standpunkt der SAZ ausführlicher darzulegen.

Die SAZ hat ein Positionspapier vorgelegt, das diesem Wunsch nachkommt. Es erläutert ausführlich die urheberrechtlichen sowie inhaltlichen Gründe und bringt Beispiele aus der Praxis.

„Es ist an der Zeit, dass alle Spieleverlage die Urheberschaft von Spieleautorinnen und-autoren auch inhaltlich akzeptieren und sie nicht bei der inhaltlichen Ausgestaltung von Regeln und Thema außen vor lassen beziehungsweise sich das alleinige Entscheidungsmonopol zusprechen. Dabei verkennen wir nicht die Kompetenz der Redakteurinnen und Redakteure in den Verlagen. Bei Buchautorinnen und -autoren ist die Freigabe der finalen Version vor Drucklegung selbstverständlich. Warum soll das bei Spieleautorinnen und -autoren anders sein?“ heißt es in dem Papier, das angefordert werden kann bei office@spieleautorenzunft.de