Marketing

Next-Level Werbung: Branded Content

Header Branded Content ist das neue Ding in der Werbung

Als Branded Content wird kreativer werblicher Content bezeichnet, der für den Kunden einen Mehrwert schafft. Mit dieser unterschwelligen Form des Marketings kann eine emotionale Bindung zu einer Marke hergestellt werden. 

Eigentlich handelt es sich um eine Mischung aus Werbung und Unterhaltung, die zu einem kompakten Paket geschnürt wird, das Teil der Gesamtstrategie des Unternehmens ist und dem Kunden qualitativ hochwertige Unterhaltung bietet.

Der Nutzen für den Verbraucher kann auf vielfältige Art und Weise geschaffen werden. In diesem Artikel werden die wichtigsten Benefits beschrieben, die von Toy-Unternehmen angeboten werden können.

Screenshot der Website von Munchkin
App von Munchkin mit Tipps für Eltern

Informieren und Aufklären

Hier geht es darum, Informationen bereitzustellen, mit der die Allgemeinheit oder eine bestimmte Zielgruppe über bestimmte Themen aufgeklärt wird, die mit den Zielen oder Besonderheiten einer Marke in Verbindung stehen.

Diese Inhalte können ganz allgemeinen Charakter haben – Hilfestellungen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, Vermittlung von Wissen zu bestimmten Themen (z.B. Elternschaft) oder auch ganz spezifische Informationen dazu, wie sich ein bestimmtes Produkt besser nutzen lässt.

Branded Content kann in unterschiedlichen Formaten bereitgestellt werden: als Podcast, E-Mail, Leitfaden, E-Book, Video, Videospiel usw.

Den Kunden unterhalten

Es geht darum, dass der Kunde mit dem Content Spaß hat und unterhalten wird. Deswegen bieten manche Unternehmen auch Content an, der ziemlich stark dem ähnelt, was in der traditionellen Entertainment-Branche produziert wird. 

In den letzten Jahren gab es immer mehr Filme und anderen Medien-Content, der auf Klassikern aus dem Spielzeugbereich basierte (The Lego Movie, Playmobil - Der Film, die Barbie-Serien auf Netflix usw.). Gleichzeitig haben Spielzeugunternehmen verstärkt in die Produktion von Content investiert, der die Produkteinführung neuer Spielzeuge und Lizenzen begleiten soll. Ein gutes Beispiel ist hier Spinmaster (Paw Patrol, Mighty Express). Mit diesen Inhalten können ganz unterschiedliche Kanäle bespielt werden: Fernsehen, Netflix, Disney +, YouTube, die sozialen Medien, Websites von Unternehmen usw.

Screenshot aus dem App-Store von der Memory-App von Ravensburger
Memory-App von Ravensburger

Digitale Spiele (Videospiele, Apps, Webgames usw.) werden immer häufiger verwendet, um spielerischen Content zu generieren, den die Verbraucher nutzen können. Eigentlich geht es in der Spielwarenbranche ja darum, Produkte zu entwickeln, mit denen gerne gespielt wird. Mit dieser Strategie hat der Verbraucher dagegen mehr Möglichkeiten, mit dem Produkt zu interagieren, was wiederum seinen Kontakt mit der Marke erhöht. 

Beispiele hierfür sind Learn & Play von Fisher-Price, Create ABCs von Play-Doh, die NERF Mission-App von Hasbro, die Puzzle-App von Ravensburger usw.

Um diese Strategie zielführend umsetzen zu können, müssen Unternehmen herausfinden, was für die Zielgruppe von Interesse ist und wie sie am liebsten ihre Freizeit verbringt.

Screenshot der Hasbro Pulse App
Hasbro Pulse App

Interessen der Zielgruppe bedienen und Communities aufbauen

Branded Content birgt aber noch ein ganz anderes Potenzial, denn dadurch können die Interessen von Verbrauchern besser befriedigt werden. Auf diese Weise entstehen Communities, die durch die Marke als Klammer zusammengehalten werden. 

Dieses Konzept ist auf den Websites LEGO Ideas und Hasbro Pulse gut umgesetzt. Die Communities wurden von den Spielzeugunternehmen so aufgesetzt, dass erwachsene Fans Content teilen und sich generell über die Marke austauschen können.

Brand Content stärkt die emotionale Bindung an die Marke

Verbraucher reagieren allergisch auf allzu aufdringliche Werbung. Besonders unbeliebt sind regelmäßig wiederkehrende Botschaften oder Mitteilungen, die sich nicht abstellen lassen. Mit Branded Content beschreitet man den umgekehrten Weg, denn hier soll der Verbraucher dazu gebracht werden, sich seinerseits mit einer Marke in Verbindung zu setzen, indem man ihm nützlichen Content anbietet.

Wenn man als Marke über unterschiedliche Formate (Digital Books, Internetserien, Filme, Apps, Videospiele usw.) mit den Verbrauchern in Kontakt tritt, ist der Effekt viel größer als alles, was man bisher mit herkömmlicher Werbung erreichen konnte.

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