Nachhaltigkeit

Die Welt von morgen spielt nachhaltig

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Die Nachhaltigkeitsziele der UN und der UNESCO

Vom kleinen Start-Up bis zu den Marktführern haben zahlreiche Spielwarenhersteller ein oder mehrere dieser Ziele in ihre Unternehmensphilosophie, ihre Produktentwicklungspläne und ihre Produktionsstandorte integriert.

Nachhaltigkeitsziele der UN und der UNESCO
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Nachhaltigkeitsziele der UN und der UNESCO; Quelle: https://sdgs.un.org/goals

So wollen die Spielwarenhersteller die Ziele verwirklichen

In einem ersten Schritt haben sich familienorientierte Unternehmen verpflichtet, zum Schutz unseres Planeten und seiner Ressourcen Änderungen bei den Verpackungskonzepten und in der Produktentwicklung einzuführen. Hier sind einige der Maßnahmen, die bereits ergriffen wurden, sowie weitere Schritte für einen nachhaltigen Weg in die Zukunft:

Hasbro (USA)

Hasbro hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2022 alle neuen Produkte nur noch in plastikfreien Verpackungen auszuliefern. Im Spätsommer 2019 hatte Hasbro seine Nachhaltigkeitspläne bekanntgegeben und bereichsübergreifende Teams geschaffen, deren Aufgabe es ist, Polybeutel, Schrumpffolien, Sichtfenster, Blisterverpackungen und Plastikbänder aus dem Verkehr zu ziehen. Die Initiative zur Eliminierung von Plastikverpackungen ist der jüngste Schritt im Bekenntnis des Unternehmens zur Nachhaltigkeit. Alle Verpackungskonzepte werden umgestellt, um unseren Planeten für nachkommende Generationen besser zu schützen und seine Ressourcen zu schonen. Hasbro hat sein Toy Recycling Program, das in Kooperation mit TerraCycle aufgelegt wurde und in den USA bereits implementiert ist, jetzt auch auf Teile Europas ausgeweitet. 2018 hat Hasbro Drahtbinder abgeschafft, Recyclinghinweise auf allen Verpackungen angebracht und damit begonnen, pflanzenbasiertes Bio-PET für die Herstellung bestimmter Produkte einzusetzen. Zu den Nachhaltigkeitszielen von Hasbro gehört die Reduzierung des Energieverbrauchs um 25%, die Halbierung des Müllaufkommens sowie eine 20%ige Reduzierung der Treibhausgasemissionen und eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 15% bis 2025.

LEGO Ideas Baumhaus
LEGO Ideas Baumhaus mit Elemente aus pflanzenbasiertem Polyethylen auf der Basis von nachhaltig gewonnenem Zuckerrohr.

LEGO (Dänemark) 

2012 hat LEGO sein Sustainable Materials Centre geschaffen und arbeitet seitdem intensiv daran, nachhaltige Rohstoffe ausfindig zu machen, die die traditionellen erdölbasierten Materialien, aus denen die LEGO-Steine und andere LEGO-Spielwaren seit Jahrzehnten bestehen, ersetzen können. Außerdem hat es die LEGO-Gruppe in gerade einmal zwei Jahren geschafft, ihr Energieaufkommen zu 100% aus erneuerbaren Quellen zu beziehen – drei Jahre schneller als geplant – und ist aktuell dabei, alle Verpackungen bis 2025 komplett aus nachhaltigen Materialien zu sourcen. 2030 sollen dann überhaupt alle Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen stammen. Dafür arbeitet LEGO mit dem WWF und dessen Bioplastic Feedstock Alliance zusammen, um den Einkauf von und die Nachfrage nach Bioplastik voranzutreiben. Das LEGO Ideas Baumhaus enthält 185 botanische Elemente, die aus pflanzenbasiertem Polyethylen auf der Basis von nachhaltig gewonnenem Zuckerrohr bestehen. Die Blätter gibt es übrigens jahreszeitenecht – grün für den Sommer und braun für den Herbst. In jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung. 

Mattel Inc. (USA) 

Mattel Inc. ist vor kurzem einen großen Schritt in Richtung nachhaltiger Zukunft gegangen. Als Erweiterung der Richtlinie zum nachhaltigen Sourcing, die das Unternehmen bereits 2011 verabschiedet hatte, plant Mattel nun bis 2030 ausschließlich zu 100% recyceltes, wiederverwertbares oder biobasiertes Plastik zu verwenden - sowohl in seinen Spielzeugen als auch bei Verpackungen. Seit 2019 bezieht Mattel 93% der in Verpackungen und Spielwaren verwendeten Papier- und Holzfasern aus recycelten oder FSC-zertifizierten Quellen. Zusätzlich hat das Unternehmen die How2Recycle-Kennzeichnung eingeführt - ein einheitliches Labelsystem, das allen Verbraucher einfach erklärt, wie sie Produkte recyclen können. Bestimmte Artikel aus den Fisher Price und Mega Brands-Sortimenten werden außerdem mittlerweile aus Bioplastik hergestellt.

ZURU (Neuseeland/ Hongkong) 

ZURU hat angekündigt, fast 800 Tonnen Einweg-Plastik aus seinen Bunch-O-Balloons zu eliminieren. Außerdem wird man – vorausgesetzt, dass die Produktqualität nicht darunter leidet – bei verschiedenen Marken den Abfall von Plastik-Polybeuteln reduzieren, darunter Rainbocorns, 5 Surprise, Smashers und die neuen Itty Bitty Prettys. Mit diesem Schritt werden circa. 13 Millionen Plastik-Polybeutel überflüssig, die durch nachhaltig gesourcte Papier-Überraschungstüten ersetzt werden sollen. 

Adventerra Games (Schweiz) 

Eine kürzlich durchgeführte Rundfunkumfrage hat gezeigt, dass 80% aller Eltern sich wünschen, dass ihre Kinder mehr über den Klimawandel erfahren. Die Puzzles und Spiele von Adventerra Games drehen sich alle um Nachhaltigkeit und sollen Menschen dazu inspirieren, umweltfreundliche Verhaltensweisen in ihr Leben zu integrieren und Nachhaltigkeit zur persönlichen Aufgabe zu machen. Das Team von Adventerra hat herausgefunden, dass Kinder, die für das Thema Nachhaltigkeit brennen, auch andere Familienmitglieder dazu bewegen können, ihr Verhalten zu ändern. 

Le Toy Van (UK) 

Mit einer Partnerschaft zur Produktion von Spielwaren in Indonesien, die schon seit 25 Jahren besteht, stellt Le Toy Van zum einen die Herstellung seiner Produkte nach ethischen Prinzipien sicher und schafft zum anderen vor Ort Arbeitsplätze. Das Kautschukholz wird aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gesourct, die über das SUCOFINDO-Zertifikat verfügen. Aus den Gummibäumen gewinnen lokale Unternehmen Kautschuk. Wenn die Bäume keine Milch mehr geben, werden sie jedoch nicht als Feuerholz genutzt, sondern zu Spielzeugen von Le Toy Van verarbeitet. Unlängst hat man außerdem in der Zentrale auf 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien umgeschwenkt. Diversität wird im Unternehmen ebenfalls großgeschrieben, denn bei der Auswahl der Belegschaft wird auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet. 

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