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Und sie spielen doch – Spielzeug für Teenager

Welche Spielsachen auch für ältere Kinder noch interessant sind
Header Spielzeug für Teenager

Neueste Studien haben gezeigt, dass sich die Präferenzen von älteren Kindern ändern und sie deswegen weniger an Spielzeug interessiert sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie per se aufhören zu spielen. Wir müssen uns also in einem ersten Schritt bewusst machen, was ältere Kinder eigentlich wollen. Das ist zwar nicht immer einfach, aber es lohnt sich, denn sie sind nach wie vor eine interessante Zielgruppe. 

Denken Sie bei der Entwicklung von Spielzeug immer den neuesten Stand der Technik mit

Heutzutage steht Spielzeug auch immer im Wettbewerb mit der neuesten Technik: Tablets, Smartphones, Videospiele und die sozialen Medien buhlen alle um die Aufmerksamkeit von Kindern. Dieser Trend verstärkt sich mit zunehmendem Alter. Deswegen müssen wir uns klarmachen, dass all diese technischen Anwendungen für Kinder hochattraktiv sind und sie deswegen lieber Zeit mit diesen Geräten als mit traditionellem Spielzeug verbringen. 

Studio Creator von Canal Toys

Deswegen müssen wir endlich aufhören, diese Technologien zu „bekämpfen“ und uns stattdessen überlegen, wie wir Spielzeug entwickeln können, in das die neuesten technischen Features integriert sind. So wächst z.B. die Videospielbranche in einem atemberaubenden Tempo. Diese Entwicklung müssen wir uns zunutze machen. Eine Möglichkeit ist die Entwicklung von Lizenzspielzeug, das auf populären Videospielen wie Fortnite oder Pokémon basiert. Denn diese Themen interessieren auch Jungs über acht! Einen anderen Weg hat man bei Pixicade gewählt: Hier können Kinder ihre eigenen Videospiele erschaffen und dann auch spielen. 

Spielzeughersteller sollten daher kreativ im Umgang mit den sozialen Medien sein und immer auch die neuesten Entwicklungen bei Videogames im Auge haben. 

Pixicade

Digital denken heißt nicht zwangsläufig, dass man gleich selbst technische Produkte herstellen muss. Einfacher ist es z.B., Accessoires zu entwerfen, mit denen digitale Produkte mehr Spaß machen. So wie mit den Animal Cable Bites, mit denen Kinder ihr Ladekabel nicht nur schützen, sondern auch mit lustigen kleinen Tieren personalisieren können. Die Nachfrage nach spielerischen Handy-Accessoires im Markt wächst aktuell. Ein anderes Beispiel sind die Pop It-Handyhüllen, die mittlerweile genauso populär sind wie die Pop It Fidgets selbst.

Kabelhalter Cable Bite
Pop It-Handyhülle

Hobbys und Berufswünsche als Grundlage für Spielzeug

Viele Kinder beginnen irgendwann, sich für Dinge und Aktivitäten außerhalb des schulischen Lehrplans zu interessieren. Dies passiert meistens in der Phase, in der sie aufhören, mit herkömmlichem Spielzeug zu spielen. Dabei entwickeln sie häufig eine große Leidenschaft für bestimmte Themen. Warum sollte man sich diesen Umstand also nicht zunutze machen und Spielzeug herstellen, das sich an Aktivitäten und Berufen orientiert, die Kinder in diesem Alter interessieren? 

Gute Nachrichten gibt es für wissenschaftsaffine Kinder, denn in letzter Zeit sind immer mehr MINT-Spielsachen auf den Markt gekommen. Kinder, die gerne Paläontologen werden wollen, dürften sich über die Dinos von SES Creative Excavate oder die freizulegenden Mammut-Fossile von Science4you freuen. Zukünftige Geologen dürften sich dagegen eher für das Geologie-Labor von Thin Air Brands begeistern. 

Mammoth Fossil Excavation von Science4you
Geologie-Lobor von Thin Air Brands

Kinder interessieren sich natürlich nicht nur für Naturwissenschaften, sondern auch für Kochen, Musik (Instrumente spielen und herstellen), Tanzen, Videoproduktion, Sport, Outdoor-Aktivitäten usw. Auch diesen Hobbys kann sich die Spielzeugindustrie annehmen. Wichtig ist jedoch, dass Kinder die entsprechenden Aktivitäten so realistisch wie möglich nachspielen können müssen. So lässt sich z.B. ein Wachstum bei Produkten beobachten, mit denen Kinder eigene, professionell erstellte Videos in den sozialen Medien hochladen können. Das Gleiche gilt für Spielzeuge, die Kinder beim Kochen echter Gerichte oder beim Einsatz von echtem Werkzeug unterstützen oder eine Erforschung der Natur mithilfe qualitativ hochwertiger Ausrüstung ermöglichen.

Auch Lizenzen können hier eine Rolle spielen. Denken Sie nur an Marken, die in der realen Welt große Relevanz haben, oder an Personen, die Kinder besonders bewundern (wie Fußballspieler, Köche, Musiker, Influencer usw.). Gelungene Beispiele hierfür sind die Produktlinie Master Chef von Clementoni, die Inkfluencers von Spinmaster oder das Spiel „Guess who? World Football Stars“. 

Guess Who? World Football Stars

Wichtig ist es dabei, Geschlechterklischees zu vermeiden, denn die Gesellschaft als solche und auch der Markt für Spielzeug bewegen sich in Richtung Gender-Neutralität. Deswegen müssen sich Spiele und Spielzeuge an den tatsächlichen Interessen von Kindern orientieren und sie ermutigen, später das zu machen, was sie wirklich wollen, und nicht das, was ihnen irgendwelche Geschlechterrollen vorschreiben.

Kinder spielen, wenn wir ihnen die richtigen Angebote machen

Es lohnt sich für die Spielwarenbranche also weiterhin, ältere Kinder als Zielgruppe zu bearbeiten. Als Hersteller kann man diese Gruppe erreichen, indem man technische Features integriert oder Spielzeug entwickelt, das digitale Endgeräte und die sozialen Medien mitdenkt. So kann sichergestellt werden, dass sich Kinder nicht zwischen zwei Angeboten entscheiden müssen, weil Spielzeuge dann bereits in ihre TechTime integriert sind. 

Als Spielzeugentwickler erreicht man ältere Kinder, wenn man weiß, wofür sie sich begeistern, was sie gerne machen, was sie gerne werden wollen und wer ihre Vorbilder sind. Denn eines bleibt unverändert: Kleine Kinder spielen gern, große noch viel lieber!

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